Freitag, 24. Juli 2015

Cevapcici in der Ofenhexe oder auf dem Zauberstein

Wenn´s draußen wieder etwas kühler wird (was ist das für ein Sommer - ich spreche bei 28 °C Außentemperatur schon von kühler - in den letzten Jahren war das ja schon Hochsommer für uns hier) ist in der Küche auch mal wieder Zeit für etwas Deftigeres. 

Wir hatten schon lange mal wieder Lust auf Cevapcici. 

Und selbstverständlich kann man dies (oder auf Fleischpflanzerl oder Hamburger-Paddies) wunderbar in der Ofenhexe oder auf dem Zauberstein zubereiten. 

Auch auf meinen Kochshows erzähle ich das immer wieder meinen Kundinnen und Kunden - und ernte jedes mal ungläubige Blicke. "Aber das läuft doch alles vom Stein und dann hab ich den Fleischsaft im Ofen kleben" ist einer der häufigsten Sätze die ich höre wenn ich von den Fleischpflanzerln auf dem Zauberstein berichte. 

Doch da läuft überhaupt nix. 
Da ich es bisher aber noch nie geschafft habe, "Beweisbilder" davon zu machen, um somit mit eigenen Fotos zu überzeugen, hab ich mir diesmal fest vorgenommen vor dem Futtern zu fotografieren... 


Nun zum Rezept:


  • etwa 1/2 Zwiebel fein gehackt
  • 1 TL Butter
  • ca. 400 g gemischtes Hackfleisch
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 Ei
  • Salz
  • Pfeffer
  • Cayennepfeffer
  • Gewürz nach Belieben (ich hatte Fleischwürze von Gefro)

Ofen vorheizen: Ober-/Unterhitze, ca 220 °C

Ich gebe die gehackten Zwiebeln mit 1 TL Butter in eine Glasschüssel und erhitze sie ein paar Minuten in der Mikrowelle. Ich finde, dadurch sind die Zwiebeln sehr viel bekömmlicher als wenn ich sie roh in den Fleischteig gebe.

Dann auskühlen lassen und das Hackfleisch dazugeben. Je nachdem was wir am Abend oder am nächsten Tag noch vor haben,
presse ich bis zu 3 Knoblauchzehen zum Fleisch, 1 Ei und diverse Gewürze. Das Hackfleisch sollte schon gut gewürzt werden - es verliert ja beim Braten immer etwas an Geschmack.

Nun zu einem homogenen Teig verkneten (geht am besten mit den Händen) und zu länglichen Rollen formen (ja ich gebe zu - ich muss das noch ein bisschen üben - so richtig schön geformt sind sie nicht.)



Dann ab damit in den vorgeheizten Ofen damit. Ich hatte sie diesmal in der Ofenhexe. Wie immer den Rost so weit unten wie möglich einschieben - nur so gelingt es perfekt in der Stoneware.

Man sollte in etwa 30 Minuten einplanen. Zeit, die man perfekt nutzen kann um die Beilagen fertig zu machen. Bei uns gab es gestern Gurken-, Tomaten- und Kohlrabisalat dazu. Alles aus den Gärten unserer Eltern. Mit Liebe angebaut und geerntet - das schmeckt man auch :-)

Und schon ist alles fertig. 

Seht ihr? Da läuft nicht viel. Die Herdplatte ist sauber - es ist kein unnötiges Fett am Cevapcici - und schmecken tut´s wie beim Griechen. Also ein rundum perfektes Essen.

Cevapcici - einmal von unten und einmal von oben.
Wie man auf dem letzten Foto sieht wird das Hackfleisch auch tatsächlich rundrum braun und knusprig. Ohne dass man´s wenden muss (das obere Fleischteilchen hab ich extra umgedreht, damit man sieht wie´s von unten aussieht). Das kann nur unsere Stoneware!

Viel Spaß beim Ausprobieren! 

Montag, 13. Juli 2015

Tintenfischringe

Hier kommt wieder ein Foto für alle Zauberstein-Interessierten oder -besitzer die wissen wollen, was man außer Pizza und Flammkuchen auf dem Zauberstein zaubern kann.

Am Wochenende gab es schnelles Essen:


Tintenfischringe vom Stein mit grünem Salat. 


Ich liebe ja Tintenfischringe. Nur dieser penetrante Geruch nach dem Frittieren, der noch tagelang in der Wohnung bemerkbar ist - und dieses "gfrett" mit dem Öl das dann wieder aus der Fritteuse raus muss (nachdem da ja mal Tintenfische drin waren mag ich keine Pommes mehr damit frittieren)

Aber warum eigentlich frittieren, wenn man doch mit dem Zauberstein die beste und vor allem fettärmere Alternative dazu hat. 

Ofen auf 230°C vorheizen - Calamari (bei mir waren sie leicht angetaut vom Einkauf) auf dem Stein verteilen. Dann ab in den Ofen - für ca. 20 Minuten.

In der Zwischenzeit kann man wunderbar einen schnellen grünen Salat zubereiten - und schon ist das Essen fertig. Wunderbar knusprige und leckere Tintenfischringe.





Donnerstag, 9. Juli 2015

Rezepte Rezepte Rezepte

Ich muss mich outen:

Ich habe eine Sucht. Diese Sucht habe ich von meiner Mama geerbt. Ich habe mich dagegen gewehrt- und doch bin ich ihr verfallen:


der Kochbuch-Sucht 


Ich kann nicht zählen wie viele Koch-/Back- und sonstige Rezeptbücher ich zu Hause habe. Als Buch, als Ordner, als Ringbuch, als Heftchen - ich kann an Rezepten in jeglicher Form nur sehr schwer vorbeigehen.

Aus Platzgründen hab ich mir dann vor einigen Jahren ein Tablet zugelegt - und hab mir damals geschworen, dass ich mir nun nur noch Rezepte aus den Internetportalen suche, die ich dort dann ganz bequem abspeichern kann. Somit würde ich ja zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen - das  Platzproblem wäre gelöst - und ich würde immer jedes Rezept, das ich suche, sofort finden. 

Leider hat mein Vorhaben nicht ganz so gut geklappt - ich hab zusätzlich zum Tablet natürlich weiterhin Rezeptbücher gekauft - wenn auch zugegebener maßen etwas weniger als vorher.

Letztens war ich dann auf einer Geburtstagsfeier auf der es eine leckere Rhabarber-Torte gab. Auf die Frage hin, wo man das Rezept finden könnte sagte man mir:

"Das findest du in den Rezeptbüchern von Christine!"

Christine? Rezeptbücher? Kenne ich gar nicht! 


Die Damen der Geburtstagsfeier waren sich schnell einig, dass man diese Bücher haben muss. Und schon wenig später - nachdem ich in den Büchern etwas schmökern durfte - war klar: Ja - die muss ich auch haben. Komisch, dass die bisher so ganz an mir vorbeigingen. 

Eine Woche später hatte ich schon bestellt. Nachdem ich lange überlegt habe, mit welchem Buch ich anfangen sollte (es gibt immerhin schon 8 Bücher von Christines Lieblingsrezepten) und meine Bekannten mir jeweils ein anderes als Startbuch ans Herz legten hab ich dann alle 8 auf einmal bestellt. 

Und wartete gespannt auf die Lieferung. Schon wenige Tage nach meiner Bestellung kamen die Bücher dann auch sehr gut verpackt bei mir an. Und nicht nur die Bücher - nein zusätzlich war ein Kugelschreiber, ein Blöckchen und 8 Lesezeichen mit im Karton.



Eine schöne Idee ... somit hat man gleich was zur Hand wenn man die Bücher durchstöbert. 


Ein Buch zur Hand nehmen und Rezepte stöbern - was gibt es denn schöneres? Dabei schon in Vorfreude schwelgen, welches Rezept man zu welcher Gelegenheit gleich in den nächsten Tagen ausprobieren möchte.... da vergeht die Zeit ruck zuck. 

Und mit jeder Seite und mit jedem Buch wird die Liste der Rezepte die man testen möchte noch länger. Angefangen von einfachen Kuchen über Torten und Schnittchen bis hin zu Plätzchen in der Sommerzeit - ich sehe schon - ich werde in den nächsten Tagen viele Bekannte und Verwandte mit Selbstgebackenem überraschen. Meine Waage wird´s mir danken wenn ich nicht alles selber esse :-)

Für den nächsten Grillabend sind schon Semmeln und Aufstriche ausgesucht. Da gibt´s dann mit Sicherheit auch was aus dem Party-Buch. Die Hauptgerichte und Süßspeisen müssen dann wohl schweren Herzens noch etwas auf den ersten Einsatz warten. 

Das wirklich schöne an den Büchern ist dass man keine "exotischen" Zutaten braucht, alles wunderbar erklärt ist und vor allem, dass es zu jedem Rezept ein Bild gibt. Ein "echtes" Bild. Nix retuschiertes oder "food-desingtes" - sondern ein Bild vom Resultat - so wie es auch wirklich aussieht wenn man´s zu Hause nachmacht.

Die Rezepte hören sich durch die Bank sehr praxistauglich und familiengeeignet an. Ich bin mir sicher, dass diese Bücher einen festen Platz in meinem Regal bekommen - und ich einige andere aussortieren werde. Denn mit diesem Bücher-Sortiment ist man für alle Gelegenheiten bestens gerüstet. 

Ich kann ja viel erzählen von den Büchern..... 


selbst hätte ich die Bücher (vermutlich) nicht gekauft, wenn ich nicht mal selber eines in der Hand gehabt oder ein Rezept gesehen hätte. Daher möchte ich euch an einzelnen Rezepten der Bücher teilhaben lassen. Ohne Genehmigung von Christine geht das nicht. Also hab ich mich bei ihr gemeldet und nachgefragt, ob sie denn was dagegen hätte. Und was soll ich sagen: So unkompliziert und freundlich wie Christine ist, findet man selten Buchautoren. Ich kann und darf Rezepte zeigen. Und glaubt mir - wenn ihr die gesehen habt dann braucht ihr diese Bücher auch!!

Ich bin dann mal weg - in der Küche schon mal was Leckeres zaubern ... natürlich aus den neuen Büchern!

Mittwoch, 8. Juli 2015

Flammkuchen auf dem Zauberstein

Wer kennt das nicht: man schlendert gemütlich über das Stadt- oder Marktfest und riecht es schon von Weitem: da liegt leckerer Flammkuchenduft in der Luft. 

Mit dem Gedanken: "Au ja - der wär jetzt lecker - da kauf ich mir einen" macht man sich auf die Suche nach dem Verkaufsstand - um dann enttäuscht festzustellen, dass auf diese Idee schon gefühlte 35 Personen vor einem selbst gekommen sind. Und da man ja nicht 1 Stunde warten will bis man dran ist zieht man wieder unverrichteter Dinge von Dannen .... und ärgert sich, weil man jetzt einfach "Glusch" auf einen Flammkuchen hätte. 

Dabei ist das gar nicht nötig. Denn erstens ist es überhaupt nicht viel Arbeit sowas zu Hause nachzubacken - und viel günstiger ist diese Variante auch noch.


Was braucht man dazu

350 g Pizzamehl
180 g lauwarmes Wasser
1/2 Würfel Hefe
25 g Öl
1 TL Salz
1 Prise Zucker
1-2 TL Pizzagewürz

Aus den angegebenen Zutaten einen Hefeteig herstellen und etwas ruhen lassen. 


Bitte den Ofen schon mal vorheizen: 250°C auf Ober-/Unterhitze - der Rost ist wie immer soweit unten wie möglich


Für 1 Flammkuchen auf dem Zauberstein brauchen wir die Hälfte des Teiges. (Der Rest ist gut verschlossen im Kühlschrank bis zu 14 Tage haltbar. Wer schon mal auf einer Kochshow von mir war weiß ja, dass ich immer Pizzateig im Kühlschrank habe.) Falls der Stein noch ganz neu ist bitte dran denken: Die ersten Male muss noch etwas gefettet werden!

Diesen Teig mit Hilfe eines Teigrollers dünn auf dem Stein ausrollen. 


Dann brauchen wir noch

1 Becher Schmand
1 Zehe Knoblauch
2 rote Zwiebeln
125 g Schinkenspeckwürfel
Emmentaler am Stück
Parmesan am Stück

Dann am besten den Knoblauch mit der Knoblauchpresse direkt in den Schmandbecher drücken und gut verrühren. Den Schmand dann auf den Teig streichen und gut verteilen. Darauf dann die Schinkenspeckwürfel verteilen. Nun kommen die Zwiebel dran. Ganz witzig sehen die Zwiebel aus wenn man sie mit dem Tausendschön auf den Flammkuchen dreht. Hat man den nicht geht das natürlich auch mit einem ganz normalen Hobel. Nur dünn sollten die Zwiebel sein. Hat man die dann gut verteilt kommt der Käse dran. 

Sowohl Emmentaler als auch den Parmesan auf den Flammkuchen reiben - Menge nach eigenem Belieben

Und so schaut das dann aus bevor es in den Ofen geht (hier hatte ich allerdings nur normalen Schinken - keine Schinkenspeckwürfel)

Nun für ca. 15-17 Minuten backen. Die letzten Minuten sollte man dabeibleiben - jeder Ofen ist anders - und jeder zweite mag auch seinen Flammkuchen etwas anders. Und schon ist die Arbeit erledigt - und man kann sich entspannt auf die Terrasse oder auf die Couch setzen und braucht nur noch genießen:



Hähnchenschenkel in der Stoneware

Immer wieder werde ich auf meinen Kochshows gefragt, was ich denn auf/in der Stoneware noch alles so machen kann (außer die legendäre Pizza auf dem Zauberstein oder Brot im Zaubermeister oder Aufläufe in der Ofenhexe).

Ich dachte mir deshalb, dass ich in nächster Zeit immer wieder mal Fotos und kurze Anleitungen zu diversen Gerichten hier online stelle (ich hoffe, dass ich vor dem Kochen und vor dem Essen auch regelmäßig an ein Foto denke)


Einfach als Anregung - als Anleitung für Stoneware-Neulinge - oder auch für solche, die Stoneware schon länger zu Hause haben, die guten Stücke aber nicht so oft hernehmen. 


Gestern zum Beispiel gab´s bei uns zu Hause Hähnchenschenkel. 


Dazu braucht man kein besonderes Rezept - dennoch schreibe ich kurz meine Arbeitsabläufe zusammen damit man auch mal sieht wie schnell die Arbeit hierfür erledigt ist.



Backofen auf ca. 170 °C vorheizen - den Rost so weit unten wie möglich einschieben.


Ich hatte tiefgekühlte Schenkel. Diese bitte auftauen lassen (wenn´s mal schnell gehen muss kann man das auch mit lauwarmem Wasser beschleunigen). Dann das Fleisch mit einer beliebigen Gewürzmischung gut einreiben. 

Die Hähnchenschenkel in eine Ofenhexe oder das Unterteil des Zaubermeisters legen (selbst wenn die Ofenhexe neu ist muss hier nicht gefettet werden - das Fleisch verliert Saft genug damit nichts anklebt) und in den vorgeheizten Ofen schieben. 



Nach ca. 30 Minuten das Hähnchen mit dem ausgetretenen Fett/Fleischsaft bepinseln. Das gibt dann eine leckere, knusprige Haut. Das kann man auch gerne noch öfter wiederholen.

Je nach Dicke der Schenkel dauert es zwischen 45 und 60 Minuten bis man essen kann. 



Und schon kann man ohne viel Arbeit und vor allem ohne Fettspritzer im Ofen essen - und die Teilchen sind innen wunderbar saftig - außen toll knusprig.

Viel Erfolg!

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